Mit Mae Sot verbindet uns das geplante Farming Projekt. Die Armut dort mit anzusehen, ist immer wieder erschütternd. Wir besuchten dort drei Schulen, ein Krankenhaus und eine Prothesenwerkstatt, alles in einem äußerst ärmlichen Zustand.

Anlass unserer Reise war die Übergabe von Spenden. Ausgehändigt wurden 600 Decken, zwei pro Kind und Lehrer, je ein Rucksack für den Schulbesuch und - zur allgemeinen Freude – eine Tröte und je zwei Mandarinen. Besonders zu erwähnen ist der achtjährige Luzi aus der Schweiz, der sein Geldgeschenk zu seinem eigenen Geburtstag für diesen Zweck gespendet hatte.
 
Im Krankenhaus übergaben wir eine Geldspende von 10.000 Baht und kleinere Geschenke an die zum Teil sehr schwer erkrankten Kinder auf der Kinderstation.
 
In Mae Sot trafen wir uns mit Past Distrikt Governor Siri vom unweit gelegenen Rotary Club Nakorn Rajasima, zusammen mit seiner netten Frau Benjamat, mit unserem Projektleiter Martin Brands vom Rotary Club Eastern Seaboard und mit Mitgliedern und Freunden des niederländischen Rotary Clubs Pijnacker-Nootdorp.
 
Past District Governor Siri, mit seiner Frau Benjamat.
 

Mae Sot liegt im Nordwesten des Landes, an der burmesischen Grenze. Diesmal waren wir die rund 650 km bis Mae Sot mit dem eigenen Auto gefahren, knapp 9 Stunden haben wir für diese Strecke gebraucht. Dies hat natürlich den Reiz, mehr vom Land kennen zu lernen.

Die letzten 70 km ging es bis auf 850 m Höhe, in einer lang gezogenen Mittelgebirgslandschaft.

 

Die Fahrt durch das Mittelgebirge bei Mae Sot, mit vielen Baustellen.

Wir alle waren am vergangenen Sonntag angereist. Am Montag besuchten wir zusammen mit der Leiterin des Burmes Migrant Workers Education Committee (BMWEC), Naw Paw Ray, und 2 Mitarbeitern 3 Schulen und übergaben die Decken und Geschenke. An allen 3 Schulen sind jeweils etwa 50 Jungen und 50 Mädchen im Alter von 6 bis 16 Jahren, mit jeweils 5 - 8 Lehrern. Am schlechtesten besetzt ist die Immanuel Schule, mit lediglich drei Lehrern. Diese Schule ist besonders ärmlich. Hier sind die Dächer größtenteils auch nur mit Blättern gedeckt. Heinz Minten bezauberte wieder einmal mit seinen Zaubertricks seine Zuschauer. Das war für die Schulkinder eine große Überraschung, was sie alle begeistert aufnahmen, und wir hatten auch unseren Spaß.

Am Abend luden wir dann die ganze Truppe zum Essen in das tropisch anmutende Khao Mao Khao Fang Restaurant ein, in der Nähe von Mae Sot, nachdem uns Martin Brands am Abend zuvor mit einem großartigen Picknick aus mitgebrachten Salaten, mit Schinken- Spargelröllchen und mit einem riesigen Stück Gouda überrascht hatte. Dazu gab es Rotwein.

Voll beladen mit den Decken und Geschenken besuchten wir am Montag die Learning Center Immanuel, Min Thu Won und Mudita.


Fahrt zur Schule Immanuel, voll bepackt mit den Spenden.


Ankunft an der Schule Immanuel.


Die Dächer sind größtenteils nur mit Blättern abgedeckt.





Die zentrale Wasserstelle.


Herzliche und dankbare Begrüßung.



 


Das wetterfeste Kirchengebäude, zugleich Schulraum.


Der Kirchen- und Schulraum.




Der Haupt-Schulraum.

 


Heinz Minten: Der Zaubertrick mit dem verschwundenen Regenschirm.



Heinz Minten, Naw Paw Ray und seine Mutter Diny van Mierlo aus den Niederlanden.


Renus Meulendijks aus den Niederlanden.



Die Tröten, der große Hit.




Die Abschieds- und Dankeszeremonie.



Martin Brands und Naw Paw Ray bei den letzten Handgriffen.



Die blattgedeckten Dächer der Immanuel Schule.



Die Min Thu Won Schule.



Das Schulgebäude.



Erste Lagebesprechung.



Die Spenden.



Einer der Schulräume.


Umräumen und Saubermachen.



In Erwartung des Zauberers.


Heinz Minten der Zauberer.







Das wohlverdiente Abendessen in dem recht bekannten Khao Mao Khao Fang Restaurant, nahe Mae Sot.




Gruppenfoto vor der malerischen Kulisse dieser tropischen Pracht.


Die Vielzahl der Bilder zeigen die ungeschminkte Wirklichkeit in dieser verarmten Region. Mit unserem geplanten Farming Projekt wollen wir substantielle Hilfe leisten, für die insgesamt 30 Schulen in diesem Bezirk. Das Projekt dient sowohl der Nahrungsversorgung der rund 3.000 Schüler als auch der praktischen Ausbildung der Schüler im Gärtnerei-Handwerk. Das Projekt dient somit sowohl der mittel- bis langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung dieses Gebietes als auch der beruflichen Ausbildung.

Die Rotary Foundation fährt derzeit wider Erwarten eine strikte Linie der Kategorisierung. Die praktische Ausbildung der Schulkinder sieht sie als zu bekämpfende Kinderarbeit an und die wirtschaftliche Entwicklung der Region sieht Rotary Foundation derzeit lediglich als Förderung von Erwachsenen, zum Beispiel durch Mikrokredite. Auch der umfangreiche Schriftverkehr und ein persönliches Gespräch am vergangenen Samstag in Bangkok, zwischen Martin Brands, PDG Siri und dem zuständigen Beauftragten von Rotary International, USA, erbrachte keine Annäherung.
Ein Zuschuss durch die Rotary
Foundation im Rahmen eines Global Grant ist derzeit nicht zu erwarten.

Auf der anderen Seite ist es dringend geboten, die Eigenversorgung dieser Schulen zu verbessern, dies durch effektiveren Maschineneinsatz, durch verbesserte Bewässerungssysteme und durch Ausweitung der Anpflanzungen. Dringend benötigt wird ein Handtraktor, aber auch weiteres Gerät und eine verbesserte Wasserversorgung für die Pflanzen und Tiere. Margret und ich haben uns daher entschlossen, 250.000 Baht als Soforthilfe zur Verfügung zu stellen, um den allerdringendsten Bedarf zu decken. Die Leiterin des “ Burmes Migrant Workers Education Committee (BMWEC), Naw Paw Ray, wird uns kurzfristig eine Bedarfsliste zusammenstellen.

Über den Besuch der Krankenanstalt und der ausgelagerten Prothetik-Einheit werden wir in der kommenden Woche berichten. Beide Einrichtungen befinden sich hinsichtlich der Ausstattung auf niedrigstem Niveau. Ärzte sind dort nicht angestellt, trotz der oft sehr schweren Krankheitsfälle. Das Pflegepersonal ist zu bewundern.

 

 

 
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