Die Prothesenwerkstatt - update 12.02.
 
Die nächste Station für uns war die einige Kilometer entfernt liegende orthopädische Abteilung. Sie ist eher notdürftig in den ehemaligen Krankenhausgebäuden untergebracht. Es ist beeindruckend, mit wie wenig Werkzeug eine Prothesenfertigung gelingt.
 
 
 
 
Das Kniegelenk besteht aus Holz. Es besitzt sogar eine Rückholfeder, um das Gehen zu erleichtern.
 
Wartende  Patienten
 

Eine erschreckende Bilanz für den Monat

Januar 2017:

Vom 1. Januar bis zum 23. Januar: zwölf

Opfer von Landminen und nur ein

Arbeitsunfall. Links im Bild sind die

Krisenherde auf burmesischer Seite markiert.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Fahrt nach Mae Sot führte uns wieder einmal vor Augen, wie viel Elend es auf der Welt gibt und wie entscheidend wichtig die Hilfe zur Selbsthilfe ist. Oder wie Konfuzius schon sagte: Es ist besser eine kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.

Unser geplantes Farming Projekt in Mae Sot ist auf gutem Wege, trotz der notwendig gewordenen Kürzungen. Zwischenzeitlich haben wir eine Aufstellung über den dringendsten Bedarf bekommen, die wir im Einzelnen noch besprechen müssen.

 

Am dritten Tag unseres Aufenthaltes in Mae Sot hatten wir im Anschluss an das Gespräch und die Besichtigung der Prothesenfertigung des Krankenhauses noch ein Gespräch über das Farming Projekt mit dem  Burmes Migrant Workers Education Committee (BMWEC). Dieses Komitee betreibt 30 Schulen mit rund 3.000 Schülern. Es ist das Ziel, einen Großteil der Nahrung für die 3.000 Schüler in eigenen Gärtnereien und in eigener Tierhaltung selbst zu erwirtschaften. Dies erfordert stärkeren Maschineneinsatz, verbesserte Böden und eine Erweiterung der Tierhaltung. In diesem Gespräch ging es darum, den dringendsten Bedarf zusammenzustellen.
 
Auf Seiten des BMWEC nahm die Leiterin Naw Paw Ray mit einigen  Mitarbeitern teil, auf unserer Seite Martin Brands, Margret und ich. Inzwischen liegt eine Aufstellung der notwendigen Dinge vor, sowie eine Kostenschätzung mit Angeboten. Da die Eingaben und Gespräche mit Rotary International zur Unterstützung dieses Projektes bisher ergebnislos verliefen, haben Margret und ich eine Unterstützung in Höhe von 250.000 Baht zugesagt, deklariert als Spende unseres Clubs.
Der dringendste Bedarf beinhaltet einen einachsigen Handtraktor zum Pflügen und Fräsen sowie einen ankoppelbaren Anhänger  zum Personen- und Gütertransport. Enthalten ist ebenfalls dringender Bedarf an Schreib- und Schulmaterial. Herausgekommen ist ein Gesamtbetrag, der mit 280.000 Baht etwas höher als der veranschlagte Betrag liegt, aber - gemessen an dem enormen Bedarf – bescheiden und akzeptabel ist.
Die Erleichterung und die Freude über unsere Zusage war spürbar groß.
 
 
Sukhothai
 

Wir erreichten Sukhothai am Nachmittag. Otmar hatte ein hübsches Gästehaus gebucht, genannt Thai Thai Guesthouse.

Die Zeit reichte noch, um den historischen Park von Sukhothai zu besuchen, die Reste dieser alten Khmer Königsstadt aus dem 13. Jahrhundert (1238) . Sukhothai war 120 Jahre lang Hauptstadt der ersten Thai-Nation. Sein König Ramkhanghaeng gilt als Vater der Nation. Im 14. Jahrhundert verfiel das Reich und wurde von Ayutthaya einverleibt.

Wir hatten ein Tucktuck für 4 Stunden gemietet, so daß wir von einem Tempel zum anderen gefahren werden konnten und zum Schluß wartete der Fahrer bis wir unser Abendessen in einem netten Lokal beendet hatten und brachte uns zum Hotel ganz in der Nähe.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Sukhothai, Hauptstadt von Thailand im 13.-14. Jahrhundert.

 

 

 

 

Pitsanulok
Am nächsten Morgen fuhren wir etwa 70 km weiter nach Pitsanulok und fanden nach einigem Durchfragen schließlich die Fabrikation der Buddha Statuen.  Dort war eine kleine Gruppe von Handwerkern, die mehr oder weniger im Freien an den Wachsfiguren für den Guß arbeiteten oder an dem fertigen Bronzeguß (Kupfer und Zinn). Kleine Fehlstellen wurden bearbeitet, die Augen aufgeklebt und die Autolack-Spraydosen mit Goldfarbe bereitgestellt. Viele gegossene Buddha Figuren in allen Größen standen herum, aber auch Überbleibsel der Verschalung, Körperteile wie Arme oder auch schon verpackte, reisefertige große Buddha Figuren. Der Arbeitsaufwand ist gewaltig. Eine lebensgroße Buddhafigur, so erfuhren wir dort, benötigt bis zur Fertigstellung ein halbes Jahr. Es war eine freundliche, nicht gehetzte Atmosphäre. Einzelne Arbeiter kamen von sich aus auf uns zu, um uns besondere Details aufzuzeigen.
Wir erstanden einen etwa 30 cm großen sitzenden Buddha, der von einem netten Mitarbeiter schnell noch poliert wurde und in unser Auto gelegt wurde. Nun steht er hier bei uns zu Hause und bringt eine wohltuende Atmosphäre. Wir wollen ihm noch eine passende Konsole verschaffen. 

 

 

 
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